Küchenbrand in der Asternstrasse

30. Aug 2018

Küchenbrand in der Asternstrasse in Leveste

In einem Einfamilienhaus an der Asternstraße in Leveste hat am Donnerstagmittag ein entzündeter Pappkarton einen Küchenbrand verursacht und für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Die kurz zuvor von einem Paketdienst zugestellte Sendung war nach Angaben der 36-jährigen Hausbewohnerin zunächst auf dem Elektroherd abgelegt worden. Anschließend soll nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich das einjährige Kind unbemerkt eine Herdplatte angestellt haben. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Küche wurde bei dem Feuer und den Löscharbeiten jedoch komplett zerstört.

Bei der Mutter des Kleinkindes saß am Mittag nach dem Abrücken der Einsatzkräfte der Schock tief. „Ich habe nur eine Sekunde nicht aufgepasst, und nun habe ich keine Küche mehr“, sagte die Frau sichtlich aufgewühlt. Sie habe das zugestellte Paket nur für einen Moment auf dem Herd abgelegt. Dann müsse ihr Kind den Herd angestellt haben.

Die Frau hatte gegen 11.55 Uhr die Polizei und die Feuerwehr alarmiert, nachdem in ihrer Wohnung ein Rauchmelder ausgelöst worden war. Die Bewohnerin hatte wegen des lauten Alarmsignals in ihrer Küche dichten Qualm und Feuer und bemerkt und war mit ihrem Kind sofort unverletzt ins Freie geflüchtet. „Ich habe nur noch den Lütten geschnappt und bin raus“, sagte sie später. Laut Feuerwehreinsatzleiter Alexander Stoßberg hatten zuvor auch Nachbarn den lauten Warnmelder sowie Rauch aus Fenstern wahrgenommen und sofort die Feuerwehr alarmiert.
Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei überwachen die Löscharbeiten und das spätere Belüften der verqualmten Wohung an der Alsterstraße.
Den Brand zunächst einzudämmen, war jedoch der ebenfalls alarmierten Polizei gelungen. Die Beamten waren noch vor der Feuerwehr an der Unglücksstelle eingetroffen und hatten mit Handfeuerlöschern die Flammen bekämpft. Laut Feuerwehrsprecher Manfred Mötje konnte mithilfe zweier jeweils mit etwa 1,5 Kilogramm Löschpulver befüllten Geräte der Brand im Wesentlich abgelöscht werden. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Leveste und des Löschzuges der Schwerpunktfeuerwehr Gehrden drangen kurz danach in das verqualmte Gebäude ein und löschten die brennende Kücheneinrichtung mit Wasser vollständig. Das Feuer sei bereits um 12.07 Uhr aus gewesen, teilte Einsatzleiter Stoßberg mit.
Laut Feuerwehr war anschließend noch eine Wärmebildkamera für die Suche nach verbliebenen Glutnestern zum Einsatz gekommen. Außerdem wurde die verqualmte Wohnung mit einem Druckbelüfter von Rauch befreit. „Noch um 12.30 Uhr herrschte aber über dem Herd eine Temperatur von mehr als 60 Grad“, sagte Feuerwehrsprecher Mötje.
Einsatzleiter Stoßberg berichtete am Nachmittag: „Die Bewohner können ihr Zuhause – bis auf die Küche – weiterhin nutzen.“ Unmittelbar nach den Löscharbeiten hatten auch bereits Experten der Polizei im Haus ihre Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Schätzungen beziffern sie den Schaden auf 10 000 Euro.
Am Einsatz waren insgesamt 28 Rettungskräfte und vier Fahrzeuge der Feuerwehr sowie die Polizei und Notfallsanitäter beteiligt. Eine Nachbarin bot der geschockten Anwohnerin nach dem Brand sofort an, ihre Küche vorerst mit zu nutzen.

Quelle: HAZ

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